Bericht vom Gedenkstätten-Besuch der neunten Klassen

Vom 13. bis 15. März 2017 besuchten die neunten Klassen des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums Zella-Mehlis das ehemalige Konzentrationslager Mittelbau. Mittelbau fungierte seit dem Sommer 1943 und bis zur Befreiung durch die Westalliierten im April 1945 als Außenlager Buchenwalds und Produktionsort der sogenannten Vergeltungswaffen. Die Gedenkstätte in unmittelbarer Nähe Nordhausens im Südharz zeugt vom Machbarkeitswahn der ausgehenden NS-Herrschaft und ist gleichermaßen rückwärtsgewandter Erinnerungsort wie Refugium moderner Demokratieerziehung.
Herberge war beiden Klassen das Jugendgästehaus Rothleimmühle in Nordhausen. Unter Federführung Frau Engelmanns nahmen alle 49 Schüler am Projekt teil, begleitet von ihren Klassenleiterinnen Frau Steiner und Frau Zimmer sowie von Herrn Winkler. Die Projekttage waren geprägt von intensiver Auseinandersetzung mit dem historischen Inhalt. So durchliefen beide Klassen ein straffes Programm unter gedenkstättenpädagogischer Anleitung der Frauen Heinrichs und Janzen, denen für Abwechslungsreichtum und altersgerechte Adressierung unser außerordentlicher Dank gilt. Die Abende wurden Montag wahlweise zum Besuch des Nordhäuser Badehauses oder des Kinos, Dienstag zur ausgiebigen Stadtbegehung unter örtlicher Führung genutzt.
Termin- und busgerechte Rückführung am Mittwochmittag war Abschluss einer bereichernden, Anschlussdiskussionen provozierenden und erholsam-außerschulischen Lernphase, die bilingualen Unterrichtsnachruf erfahren wird und zur Wiederholung aufruft. Einen immensen Beitrag zur Realisation des Projekts leistete der Förderverein der Schule, der unsere Fahrt mit EUR 500 subventionierte und damit Gelingensbedingung dieser Exkursion war.

M. Winkler