Berlinfahrt Sozialkunde Klasse 11

Am 20.12.2016 um 5:00 Uhr machte sich der Sozialkundekurs der 11. Klasse des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums im Rahmen des Themas Globalisierung auf den Weg nach Berlin. Trotz des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt beim Breitscheidplatz entschieden wir uns diese Fahrt zusammen mit Frau Steinke anzutreten. Denn, wie wir schon im Unterricht lernten, ist das Ziel des Terrorismus Angst zu verbreiten um die Bevölkerung zu demotivieren und wir wollten unsere Fahrt deswegen nicht absagen. Während der Fahrt stieg der Jugendoffizier Norman Sehmisch zu und er teilte uns die neuesten Informationen über den Anschlag mit.

Nach einer Fahrt ohne große Behinderungen machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel, dem Bundesnachrichtendienst (BND). Hier erhielten wir Informationen über Aufgabenbereiche des BND, Zukunftspläne und Wege zur Informationsbeschaffung dieses Nachrichtendienstes sowie seine Einschränkungen: Da er ein Außennachrichtendienst ist, darf dieser nicht Informationen von deutschen Staatsbürgern erfassen. Hiermit erfuhren wir auch über die drei Nachrichtendienste in Deutschland: BND (Außennachrichtendienst), Verfassungsschutz (Innennachrichtendienst) und das Amt für den Militärischen Abschirmdienst MAD (Militärnachrichtendienst)
Im nachhinein durften wir Fragen zum BND sowie dem Vortragenden selbst stellen.

Hierauf folgte der Besuch des Verfassungsschutzes, welcher uns zuerst über seine Zuständigkeit und Aufgaben informierte und danach über die Unterschiede zwischen Islam, Islamismus, Salafismus und Jihadismus. Hiermit wurde nochmal deutlich, wie sehr sich der sogenannte „Islamische Staat“ von der Religion unterscheidet. Außerdem wurden Wege sowie vermeintliche Gründe, die zu einer Radikalisierung führen, genannt.
Zum mitnehmen gab es diverse Informationshefte zum Thema Links- und Rechtsextremismus.

Nach diesem ersten, sehr informativen Tag besuchten wir die „Jugendherberge Berlin Ostkreuz“. Diese wurde neueröffnet und ist technisch sehr gut ausgestattet und besitzt auch eine schöne, ruhige und auch praktische Gestaltung. So wurde z.B. der Zugang zum Zimmer per Karte ermöglicht, welche zur selben Zeit als „Schlüssel“ für einen Schrank dienlich war.

Den Tag schlossen wir mit einem individuellen Abend in Gruppen ab. Trotz merkbarer gedrückter Stimmung haben wir auch hier Spaß gehabt und besuchten das Brandenburger Tor, welches in den Farben der Flaggen Berlins und Deutschlands angestrahlt wurde.

 

Am nächsten Morgen, den 21.12.2016, fuhren wir früh genug ab, um die drei uns noch vorstehenden Institutionen ausgiebig besuchen zu können.
So standen wir zunächst vor dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und erhielten hier einen Eindruck von den verschärften Sicherheitsmaßnahmen, doppelte Anwesenheits- und Ausweiskontrolle sowie eine Durchleuchtung.
Nach dieser Kontrolle hörten wir uns einen Vortrag über die Leitung des BMVg sowie seine Einsatzorte und Missionen an. Hierbei wurde auch auf die Tatsache eingegangen, dass die Ministerien sowohl in Berlin als auch in Bonn vertreten sind, dies liegt daran, dass zu Zeiten der DDR/BRD Bonn der Regierungssitz der BRD war.

Schnell ging es weiter zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Hier erfuhren wir von den praktischen Einsätzen des Ministeriums, den „Kriterien“ für ein Partnerland sowie die Ziele der Agenda 2030 und auf welche sich das BMZ in Deutschland fokussiert. Von den an der Zahl vier Hauptthemen/-problematiken durften wir uns eines zur näheren Betrachtung anschauen. Wir bezogen uns auf den Welthunger und wie man diesen vermeintlich lösen oder zumindest beschwichtigen kann.
Hierauf folgte noch ein Praxisbericht einer Entwicklungshelferin aus Vietnam, die uns frühere Problematiken im Vergleich zu heute darstellte. Das Ergebnis: Es gibt noch weiterhin Schwierigkeiten, aber es wurde schon einiges verbessert.

Zum Abschluss besuchten wir den Ort, an dem Politik gemacht wird: Den Bundestag. Hier erfuhren wir etwas zur Entstehung und Aufteilung des Bundestages. Es war schon sehr beeindruckend diesen einmal zu sehen und im Anschluss besuchten wir die Glaskuppel um noch unsere letzten Minuten in Berlin schön ausklingen zu lassen.

 

Alles in Allem war es eine sehr informative und schöne Fahrt, die immer zu empfehlen ist, da man hier viel lernt und zur selben Zeit die Stadt Berlin in ihrer Vielfalt erleben kann. Weiterhin lassen sich alle Informationen in verschieden Fächern anwenden und sind vor allem auch für das spätere Leben wichtig.