Projektfahrt der Klasse 10 am 23.September 2019

Im Rahmen des Geschichts -und Englischunterrichtes ging es in diesem Schuljahr ins „Memorium Nürnberger Prozesse“.

Hier interessierte uns der Saal 600. Im Ostbau des Gerichtsgebäudes tagte zum ersten Mal in der Geschichte ein Internationales Militärgericht. Alle Welt blickte vom 20. November 1945 bis zum 1.Oktober 1946 nach Nürnberg. Im Verlauf des Prozesses wurde der Weltöffentlichkeit das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen vor Augen geführt.

Mittels einer Führung durch die Dauerausstellung informierte uns Herr M. über die Vorgeschichte, das Verfahren und die Urteile sowie weitere Prozesse, die nach dem Hauptkriegsverbrecherprozess noch stattfanden.

Viele Informationen zum Prozessverlauf konnten wir während des Rundganges in Erfahrung bringen.

In Kleingruppen beschäftigten wir uns mit drei Angeklagten und diskutierten über die Bedeutung des Nürnberger Prozesses für das moderne Völkerstrafrechts. Die Ausstellung beinhaltete auch die Arbeit des Strafgerichtshofes in Den Haag.

Es wurde im gemeinsamen Gespräch deutlich, dass die Aufarbeitung von NS- Verbrechen in der Bundesrepublik nur sehr langsam in Angriff genommen wurde. Erst der Auschwitzprozess in Frankfurt am Main von 1963 brachte die öffentliche Aufmerksamkeit. Erstmalig wurden Angehörige des Lagerpersonals in Auschwitz von einem deutschen Gericht zur Verantwortung gezogen und verurteilt.

Vielen Dank an den Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums für die finanzielle Unterstützung der Projektfahrt!

Die Schüler der Klasse 10