Religionsschüler der 10. Klassen in Erfurt

Auf den Spuren des jüdischen Lebens in Erfurt

Am 08.06.2018 fuhr der Religionskurs der 10. Klassen auf eine Exkursion nach Erfurt, um das jüdische Leben besser kennenzulernen.

Mit reichlichen Vorkenntnissen begannen wir mit einer Führung in der Kleinen Synagoge. Dort bekamen wir Einblick in das Gotteshaus und deren Rituale, sowie Gegenstände. Im oberen Teil der Synagoge befand sich zudem eine Ausstellung zu dem Thema „Jüdische Festlichkeiten“. Nachdem wir dem kleinen und interessanten

Vortrag aufmerksam zuhörten, konnten wir das Gelernte anwenden, indem wir die Synagoge nochmals selbständig erkunden durften. Anschließend erarbeiteten wir uns in Gruppen Informationen über einige Persönlichkeiten der jüdischen Gemeinde Erfurts. Bei der Auswertung betrachteten wir zum einen die gesellschaftliche Integration, und zum anderen die Intensität des eigenen Glaubens. Im Zusammenhang dessen erstellten wir ein Diagramm, woraus man schlussfolgern konnte, dass die Juden in Krisensituationen stärker im Glauben verankert waren, allerdings fiel dabei der Persönlichkeitswert in der Gesellschaft. Dafür stieg in „guten“ Zeiten die Integration und der Glaube erwies sich als weniger relevant.

Unser nächster Programmpunkt war der Besuch der mittelalterlichen Mikwe. Als Mikwe bezeichnet man das rituelle Bad der Juden, welches mit lebendigem Wasser (zum Beispiel Fluss- oder Regenwasser) gefüllt ist. Allerdings ist diese heutzutage nicht mehr in Gebrauch.

Nach einer kurzen Mittagspause trafen wir uns auf den Stufen des Erfurter Doms, auch „Mariendom“ genannt. Zuerst stiegen wir 395 Stufen in die Höhe, um dort die gebräuchlichen Glocken zu betrachten. Unser Highlight des Dombesuchs war das Besichtigen der Gloriosa, der größten mittelalterlichen freischwingenden Glocke Europas.

Im Verlaufe des Nachmittags traten wir individuell die Heimreise an.

Wir, die Klasse 10a, empfanden den Ausflug als sehr gelungen, interessant und angenehm. Mit viel neuem Wissen geht es in die Ferien.