Sexismus-ein allgegenwärtiges Problem

Am 2.7. 2019 führten die elften Klassen des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums zum Schuljahresabschluss ein Projekt zum Thema „Sexismus“ durch. Am Ende des interessanten Tages wurde klar: Sexismus und andere Formen der Ausgrenzung sind Probleme, die nur von der gesamten Gesellschaft gelöst werden können.

Kurz vor 8:00 Uhr fanden wir uns in den für das Projekt vorbereiteten Räumen ein und nahmen in einem Stuhlkreis platz. Unsere ehrenamtlich für Netzwerk für Demokratie und Courage tätigen Betreuer, Jan und Theresa, begrüßten uns und nach einem Kennenlernspiel wurden wir auch sofort mit mit alltäglichen Beispielen von Sexismus in den Medien konfrontiert. Erschreckend sind die Folgen dieses gesellschaftlichen Problems. Nicht nur werden Frauen schlechter Bezahlt, auch haben sie häufig schlechtere Karrierechancen.

Obwohl wir stets denken, in einer aufgeklärten und gleichberechtigten Gesellschaft zu leben, wurden wir eines besseren belehrt. Noch nach Jahrhunderten des Kampfes um Gleichheit und Emanzipation der Frau gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht. Selbst in alltäglichen Bereichen, wie dem Kauf von Hygieneartikel, werden Produkte für Frauen deutlich teurer verkauft als Äquivalente, die für Männer bestimmt sind. Doch nicht nur die klassischen Geschlechter werden noch immer diskriminiert. Auch Inter- und Transsexuelle sind in der Gesellschaft noch lange nicht vollständig anerkannt, sondern werden teilweise sogar als unnatürlich bezeichnet. Die Abwertung von nicht-heterosexuellen Beziehungen ist noch immer vorhanden.

Deshalb muss die gesamte Gesellschaft couragiert handeln, um jeden als Mitglied ebendieser zu akzeptieren. Im Falle von sexueller Diskriminierung sollte man schnellstmöglich Hilfe holen, den Betroffen unterstützen, körperlich und mental, sowie jeden mit seinen eigenen Ansichten über seine Orientierung und seine Geschlechtsidentität akzeptieren. Nur so werden wir es vielleicht irgendwann schaffen, zusammen ohne jegliche unbegründete Vorurteile zu leben. Denn - jeder von uns ist einzigartig und diese Tatsache darf nie vergessen werden.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei Frau Steinke und unseren Betreuern, die uns dieses Projekt erst ermöglichten.

Lukas Grajewski, Vivien Hornawsky 12B