Samstags Schule, ja bitte!

Zella-Mehlis - Einmal im Jahr werden die Türen im Heinrich-Ehrhardt-Gymnasium weit geöffnet, um Verwandte, Freunde, künftige Schüler und auch Ehemalige einzuladen. Dass am Samstag der Eindruck entstand, dass sich ganz Zella-Mehlis in der Schule versammelt hatte, spricht für die Einrichtung und ihre Ideen. Bereits um 9 Uhr kamen die ersten Besucher, und selbst kurz nach 13 Uhr, dem eigentlichen Ende der Veranstaltung, herrschte in Klassenzimmern und Fluren noch immer reges Treiben.

"Wir hatten den ganzen Vormittag einen enormen Zuspruch", freute sich die stellvertretende Schulleiterin Monika Rössler, dass der Tag der offenen Tür so gut angenommen wurde. Sie nahm sich viel Zeit für Beratungen und Gespräche mit Angehörigen von derzeitigen, aber auch künftigen Schülern. Der Ansturm war so groß, dass die Interessenten sogar kleine Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

Doch nicht nur bei der Schulleitung herrschte großer Andrang, sondern vor allem in den einzelnen Klassenzimmern. Dabei schienen sich die verschiedenen Kurse mit ihren Angeboten gegenseitig übertreffen zu wollen. Die Lateiner beispielsweise lockten mit Kostproben von "Moretum", einer Käsemischung, wie sie schon in der antiken römischen Küche hergestellt wurde. "Den Leuten hat's geschmeckt. Einige wollten sogar das Rezept haben", waren Franziska Hornstein und Lisa Serfling aus der 11b zufrieden mit ihrem Produkt.

Kreative Kurse

Mit den Schriftzügen "Ti amo" und "Amore" auf der Tafel wurden die Besucher im Italienischkurs begrüßt. Ganz klar, dass die Schüler dort leckere Pizza servierten, die reißend Absatz fand. Dass der Ansturm auf die Fachkabinette Physik und Chemie mindestens ebenso groß war, hatte gute Gründe. Dort wurden erstaunliche Experimente präsentiert - viele davon von den jungen Naturwissenschaftlern selbst hergestellt. Falk Wünsch aus der 8b verblüffte beispielsweise mit seinem Wasser-zu-Wein-Automat, Lukas Wagner aus der 9c mit seinen Mini-Motor. "Das hab ich bei Youtube gefunden und nachgebaut", zeigte er stolz seinen Eigenbau aus Kupferdraht, Magneten und Batterien.

Wie viele junge Musiktalente das Gymnasium besuchen, stellten die Schülerinnen und Schüler im Musikraum unter Beweis. Dort wurden Gesangsbeiträge und instrumentale Stücke vorgetragen - begleitet von großem Beifall der Zuhörer. Natürlich gab es auch Einblicke in die hauseigene Schülerfirma, im Kunstraum wurde zum kreativen Gestalten eingeladen und im Biologieraum zum Entdecken des kleinsten Wassertropfens unterm Mikroskop.

Traditionell rührte auch der Förderverein des Gymnasiums die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft und demonstrierte, welche Aktivitäten durch seine Unterstützung bereits realisiert werden konnten.

Quelle: Freies Wort, Von Beate Kiesewalter-Henkel

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